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Selbstmanagement-förderung in der Rehabilitationspflege

Hintergrund

Das Konzept Selbstmanagement zielt darauf ab, dass Menschen mit einer chronischen Krankheit möglichst selbstständig und unabhängig leben können. Der dynamische Prozess der Förderung des Selbstmanagements soll somit die betroffene Person sowie deren Angehörige dabei unterstützen, adäquat und aktiv mit Symptomen, körperlichen und sozialen Auswirkungen der chronischen Krankheit oder Einschränkungen umzugehen und den Lebensstil entsprechend anzupassen.

Programme zur Förderung des Selbstmanagements haben das Ziel, Selbstmanagement-Kompetenzen der Betroffenen zu fördern; wie beispielsweise:

  • dass sie sich und ihre Symptome beobachten und Probleme erkennen können;
  • dass sie sich an Behandlungsentscheiden beteiligen können;
  • dass sie Folgeerscheinungen und Herausforderungen durch Erkrankung bewältigen und das Gesundheitsverhalten anpassen können.[1]

Aktuelles Projekt: «Onkologische Rehabilitation: Bedürfnisse und Erwartungen von Patientinnen und Patienten nach Abschluss der Therapie aus Sicht der Betroffenen und des interprofessionellen Behandlungsteams»

Die übergeordneten Ziele dieser qualitativen Studie sind die Erfassung der Bedürfnisse und Erwartungen von Personen mit einer onkologischen Erkrankung an die onkologische Rehabilitation nach abgeschlossener Therapie (z. B. Chemotherapie).

Zudem sollen die Sichtweisen interprofessioneller Behandlungsteams von zwei onkologischen Settings bezüglich der Bedürfnisse und Erwartungen von Patientinnen und Patienten an die onkologische Rehabilitation in Erfahrung gebracht werden.

Die Ergebnisse der Studie sollen weiterführend als Grundlage für eine zukünftig geplante Pflegeinterventionsstudie zum Thema onkologische Rehabilitation dienen.

 

Referenzen folgen.

Forschungsteam & Finanzierung

 

Kliniken Valens:
Anita Fumasoli MNS, Prof. Dr. Stefan Bachmann,
Prof. Dr. Myrta Kohler

Ostschweizer Fachhochschule:
Prof. Dr. Andrea Kobler, Jasmin Meichlinger MSc,
Prof. Dr. Myrta Kohler

ZeTuP St.Gallen:
Dr. Agnes Glaus

 

Finanziert von der Dr. Hans Altschüler Stiftung und den Kliniken Valens

Aktuelles Projekt: «Multiple Sklerose in der stationären Rehabilitation – Entwicklung einer Pflegesprechstunde»

Dieses Forschungsprojekt hat zum Ziel, die pflegerische Betreuung der an MS erkrankten Personen über den gesamten Krankheitsverlauf zu verbessern. Dabei geht es auch darum, die stark fragmentierte Pflege in den verschiedenen Settings (z. B. Universitätsspital, Rehabilitation, Spitex) besser zu vernetzen.

Es wird erwartet, dass der Einsatz von spezialisierten MS-Pflegenden während der stationären Rehabilitation einen positiven Einfluss auf die Nachhaltigkeit der Rehabilitation und somit auf das Symptommanagement und die Lebensqualität hat.

In unserem Forschungsprojekt möchten wir in einem ersten Schritt die Rolle und Aufgabenfelder der spezialisierten MS-Pflegenden in der stationären Rehabilitation forschungsgestützt entwickeln.

 

Referenzen folgen.

 

Forschungsteam & Finanzierung

 

Kliniken Valens:
Sabine Gschwend MScN,
Prof. Dr. Myrta Kohler

Ostschweizer Fachhochschule:
Verena Witzig MNS,
Prof. Dr. Myrta Kohler

 

Finanziert von der Schweizerischen Multiple Sklerose Gesellschaft und den Kliniken Valens

Aktuelles Projekt: «Kontinenzförderung bei Menschen nach einem Hirnschlag»

Urininkontinenz ist ein Faktor, der für schlechtere Rehabilitations-Outcomes bezüglich Alltagsaktivitäten und Funktionsfähigkeit verantwortlich ist. Leidet eine Person an Inkontinenz, hat sie ein erhöhtes Risiko, nach dem Rehabilitationsaufenthalt in eine Langzeitinstitution eingewiesen zu werden. Trotz der Wichtigkeit dieses Themas ist die aktuelle Datenlage nicht ausreichend, um eine evidenzbasierte Empfehlung bezüglich pflegerischer Interventionen zur Kontinenzförderung nach einem Hirnschlag im Rehabilitationssetting abzugeben.

Ziel dieses Projektes ist die Entwicklung und Testung einer komplexen Intervention zur Förderung der Urinkontinenz bei Menschen nach einem Hirnschlag in der stationären Rehabilitation.

 

Referenzen:

  • Kohler, M., Mayer, H., Kesselring, J. & Saxer, S. (2020). Urinary incontinence in stroke survivors – Development of a program theory. Journal of clinical nursing, 29(15-16), 3089–3096. doi:10.1111/jocn.15345 https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/32445410/
  • Kohler, M. (2019). Kontinenzförderung bei Menschen nach einem Hirnschlag: Entwicklung einer komplexen Intervention: Dissertation. Pflege, 32(2), 115–116. doi:10.1024/1012-5302/a000663 https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/30874491/
  • Kohler, M., Mayer, H., Kesselring, J. & Susi, S. (2019). Post-Cerebrovascular Accident Unpredictable Incontinence: A Qualitative Analysis of an Interdisciplinary Rehabilitation Team’s Perspective. Rehabilitation Nursing, 42(2), 69–77. doi:10.1097/rnj.0000000000000097 https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/30830882/
  • Kohler, M. (2018). Fallbeispiel: Kontinenzförderung nach Apoplex. Fachzeitschrift für Geriatrische und Gerontologische Pflege, 2(3), 136–139.
  • Kohler, M., Mayer, H., Kesselring, J. & Saxer, S. (2018). (Can) Not talk about it – Urinary incontinence from the point of view of stroke survivors: a qualitative study. Scandinavian Journal of Caring Sciences, (32), 371–379. doi:10.1111/scs.12471 https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/28544132/
  • Meixner, A., Saxer, S. & Kohler, M. (2018). Urininkontinenz bei neurologischen Krankheiten. Pflegezeitschrift, 71(5), 53–58. doi:10.1007/s41906-018-0506-9
  • Kohler, M., Mayer, H., Battocletti, M., Kesselring, J. & Saxer, S. (2016). Wirksamkeit von nichtmedikamentösen Interventionen zur Förderung der Urinkontinenz bei Menschen nach einem cerebro-vaskulären Insult: Eine systematische Literaturübersicht. Pflege, 29(5), 235–245. doi:10.1024/1012-5302/a000493 https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/27239745/

 

[1] Claudia Kessler, Selbstmanagement-Förderung bei chronischen Krankheiten und Sucht, Konzeptionelle Klärung, Umsetzungsbeispiele und strategische Empfehlungen, 2018.

Forschungsteam & Finanzierung

 

Kliniken Valens:
Prof. Dr Jürg Kesselring,
Jeanette Mullis MScN, Prof.
Dr. Myrta Kohler

Ostschweizer Fachhochschule:
Dr. Stefan Ott, Prof. Dr. Susi Saxer,
Prof. Dr. Myrta Kohler

Universität Wien:
Univ. Prof. Mag. Dr. Hanna Mayer

 

Finanziert von der Gebert Rüf Stiftung, den Swissuniversities, dem Schweizer Berufsverband der Pflegefachpersonen SBK Sektion St.Gallen Thurgau Appenzell, den Kliniken Valens und der Ostschweizer Fachhochschule